Inklusion zieht (Arbeits-) Kreise

Großartig! Marvin Wölk hat zum Arbeitskreis Inklusion in Kellinghusen eingeladen, viele sind gekommen ins Café „Bi uns to Huus“. Ich auch – so begeistert wie engagiert.

Vernetzt arbeiten, sich ergänzen, unterstützen, verstärken. Vor Ort und darüber hinaus. Bekannte wiedersehen, Neues erfahren, Mitstreiter finden, Pläne schmieden, Verbesserungen erzielen.

Ja, vieles liegt im Argen, ist aber auch nicht so einfach zu lösen. Zu verstehen, warum, hilft dabei, die notwendige Geduld zu bewahren. Und gemeinsam den richtigen Weg zu guten Lösungen zu finden. Wenn Arbeitskreise dazu genutzt werden, dann sind sie wichtig.

Mein Impuls in der Runde: Lasst uns auch immer wieder über das sprechen, was bereits jetzt schon gut funktioniert!!! Ich mache das – so hartnäckig wie überzeugt. Positive Kraft.

Einfach los…

Ole legt um kurz nach zehn mit seinem Patenonkel ab. Der Rest des Tages gehört mir allein. Beim Frühstück auf dem Priwall werfe ich einen Rückblick auf viele Travemünder Wochen. Berichten, fotografieren, übersetzen – was so ging mit drei Jungs… Bekannte wiedersehen und neue Menschen treffen, an den Strand gehen, Musik genießen und die helfende Begleitung von Freunden, Familie und in einem Sommer vom brasilianischen Au-pair. Vorbei.

Einfach mal los, den sonnigen Sonntag für eine Auszeit nutzen. Ich liebe Entdeckungen. Den Klützer Winkel erkunden, vielleicht an den Strand von Boltenhagen. Vom Hohen Schönberg aus sehe ich ein Schiff am Ostsee-Himmel „schweben“. Es ist so dunstig, dass ich das Wasser nicht erkennen kann. Die Allee zum Schloss Bothmer berührt mich – diese Linden wirken zerrissen, verletzt, und zugleich würdevoll und stark. Wie ein verwunschener Frühlingstraum der Park hinter dem Schloss aus rotem Backstein. Auf Besichtigung und Museumsbesuch habe ich keine Lust. Einfach weiter und in die kleine Stadt.

In der Predigerstraße von Klütz finde ich: Textile Unikate von Janne Brandt! Die stellt sie her und zeigt mir, wo und wie. Sie führt mich durch den Garten und ihr kleines Haus mit den verschiedenen Arbeitsplätzen. Wir blättern ihre Fotomappe durch und erzählen uns unsere Geschichten. „Alles tip-top in Ordnung halten, das ist einfach unmöglich“, sagt sie, und ich weiß, was sie meint. Struktur und roter Faden sind wichtig – doch oft erst im Nachhinein zu erkennen und nicht für jeden. Wir finden, es ist gut. Ich darf mir ein buntes Filz-Ei aussuchen, sie schenkt es mir. Schade, dass ich ihr nichts geben kann, finde ich. „Doch“, sagt Janne Brandt, „ich habe Ihre Visitenkarte!“. Begegnungen sind die schönsten Entdeckungen. Einfach los – dann führt der Tag zum Ziel.




„Man muss was wollen!“

Die Chancen und Risiken des Bundesteilhabegesetzes – beleuchtet von Prof. Dr. Dr. Christian Bernzen (Hamburg). Eingeladen hatte die Projektwerkstatt Inklusion dazu am 16. März 2019 ins Haus der Jugend in Itzehoe – 100 Menschen kamen zu Info, Austausch und Kontakt in Steinburg zusammen. Die Stimmung: großartig. „Wir machen extrem weiter“, schrieb Kirstin Hansen der Netzwerkgruppe Wohnen. Die Veranstaltung zu moderieren war mir ein Hochgenuss. Danke an alle. Weiter so. Gemeinsam!